
Wie
gehe ich als "alter Hase" in der Transkommunikation, nun
unmittelbar betroffen, mit dem Tod um?

Bald 28 Jahre bin ich nun mit der
Erforschung der Transkommunikation, hauptsächlich der Tonbandstimmen,
beschäftigt. In dieser Zeit kamen wir mit vielen Leuten zusammen, die
einen lieben Menschen verloren hatten. Meistens konnten wir mittels
Worten und Tonbandstimmenexperimenten ein wenig Trost geben. Nun hat es
mich selber getroffen - Margot, meine Freundin und Mitexperimentatorin,
ist nach 40-jährigen Zusammenlebens und -arbeitens nicht mehr bei mir
in dieser materiellen Dimension! Die erste Zeit war schlimm (Beisetzung,
Behörden, Wohnungssuche und Umzug und das alles innerhalb weniger
Wochen), doch was das wirklich heißt, wird mir erst jetzt von Tag zu
Tag klarer, denn sie kommt nicht mehr nach Hause und ich kann auch in
kein Krankenhaus o. ä. fahren, um sie zu besuchen. Und seit dieser Zeit
weiß ich auch: Trostworte sind gut gemeint, aber sie konnten und können
mich nicht wirklich trösten, ich und wahrscheinlich jeder Mensch in
dieser Situation, muss damit allein fertig werden. Und ich erfahre jetzt
ebenfalls, dass das Wort „Schmerz“ in diesem Zusammenhang nicht nur
rein seelisch ist, sondern auch ganz real zunehmend physisch. Insgesamt
muss ich sagen, dass ich mit dem Tod meiner Freundin, meiner selbst gewählten
„Familie“, noch gar nicht fertig werde. Ich habe das Gefühl nicht
mehr zu leben, sondern nur noch zu funktionieren - aus einem Farbfilm
ist plötzlich ein fader Schwarzweißfilm geworden. Dies ist natürlich
Wasser auf die Mühlen der Skeptiker der Transkommunikation in meinem
Umfeld. Manche vielleicht mit ein wenig Triumph oder Häme: Müsste ich
den Tod nicht „lockerer wegstecken“?
Doch so einfach ist es nicht, denn noch
ist die Transkommunikation weit davon entfernt wie ein Telefon zu
funktionieren. „Stille Post“ wäre richtiger, denn vieles kommt
verzerrt hier an oder nur teilweise, einiges ist symbolhaft, oft hören
wir nicht richtig oder verstehen den Sinn falsch, vielfach auch, weil
wir die Interpunktion nicht richtig anwenden können: ein Komma an
verkehrter Stelle und der Sinne ist ein ganz anderer ... Viele Aussagen
erhalten auch erst viel später ihren Sinn.
Eines aber ist klar, ohne das Wissen um
ein Weiterleben nach dem Tod, wäre alles noch viel, viel schlimmer. Der
Gedanke, das Margot nicht mehr existiert , ganz weg ist, und nur, wie
man so schön sagt, „in unserer Erinnerung weiterlebt“, wäre für
mich unerträglich. Und wer weiß, ob ich dann nicht schon längst
eine große Dummheit gemacht hätte. So aber bin ich von einem
Wiedersehen eines Tages überzeugt und es gilt nur abzuwarten.
Natürlich habe ich von Anfang an
eingespielt und viele eindeutige Nachrichten von ihr erhalten, auch
viele Aussagen, die von ihr stammen könnten. Aber die Dinge, die ich
wissen möchte, habe ich noch nicht so konkret erfahren: Wie es ihr
wirklich geht und wie sie zurecht kommt, wie sie sich jetzt fühlt, hat
sie vertraute Menschen um sich und hat sie sich das jenseitige Leben so
oder besser vorgestellt etc. etc. Eindeutig ist, dass sie dort einen
ziemlich langen Gesundungsprozess durchlaufen musste und jetzt auch jünger
wird. Allmählich kommen Bemerkungen über meine neue Wohnung, Bitten,
keinen Kaffee mehr zu trinken, noch mehr Sport zu treiben, mehr auf die
Gesundheit zu achten. Aber auch Worte wie „Sehnsucht“ und der Wunsch
„Ihre Geschäfte hier weiter zu machen“ tauchten auf.
Hier einige Beispiele von und über
Margot aus der ersten Zeit:
Die Margot, die versteht
Groß jetzt - höre Margot endlich Durch die Medikamente hat sie in den letzten Wochen sehr
schlecht hören können
Hier ist schön
Eine hört mit intensiv
Hier hell
Zeit tut weh
Na du heulst
Muss dort Margot schimpfen
Online mein Herz
Ich hatte nun satt
Ihre Krankheit, ihre
entsetzlichen Schmerzen
Wir beide sehen mal uns - geht doch
weiter große Liebe
Wir können dort arbeiten
Bearbeitung ist für uns viel besser - Sehr gut
Der Kontakt scheint von Drüben
einfacher zu sein
War das Karma Antwort auf meine Frage,
warum sie hat so leiden müssen
In der Tasche liegt der Dollar In
ihrer Tasche befand sich noch immer ein Dollarschein von unserer
Reise in die USA
Du Nervenbündel
Am Donnerstag Margot Ziel
An einem Donnerstag ist sie
gestorben
Hier bin ich tot
Ich Sorge, Therapien mache
Hand da - vergess dich ja nicht - da
100%
Dort ich voll pass auf
Margot heimischer
Hast da Hand drauf, hier Kontakt
Da geht eine den Tränenweg
Da war ich hinter dir - vollkommen
Du weinst immer viel
Morgen so mehr Therapie
Noch mal gern lebst
Bei sitz ich in Wagen
Alltag Dita da jetzt lernt
Es
ist das erste Mal, dass ich allein
wohne
In 40 Jahren nun lernt sie
Hier die heute sitzt - sehr vermisse so
dich
Ende so Margot - Vielerlei so wünsch
ich dir
Tut es weh der 8. Juni - Kontakt
kriegst Todestag
8.6.06
Margot, die weint - hier manche Fehler,
da auch Engel
Weinst da viel, Margot sagt, Sache da
frisch
Einmal hier Bescheid - bin gesund
Margot heute Kraft
Am Leben bin ich die Zeit
Sehnsucht, so da Grüße, hier sitzen
die Margot
Die Dita ist jetzt am Weinen
Da mal schöne Kontakte, wird es wahr
Sehen hier die kleine Wohnung
Ich werde gesund
Wir sehen uns jetzt - Du, hier es ist
wahr
Du leb doch noch was, Dita
Guski hier winke, liebe Guski hier lebt
Melde dich - So lange Kleenex da
Edith, hast mir alle Jahre Halt - nu
dort der Weg
Lass da zähle Sorgen, theoretisch
Die Margot schon mehr Kraft
Schöner Bockmist da die Technik Mein Computer mit seinen Macken
Ich habe jetzt so Stimme
Durch eine Beatmungskanüle
im Hals konnte sie in den letzten Monaten nicht mehr Essen und sprechen, nur schreiben
Du, du hast viele Zeug hier uffbewahrt
Ich habe über 100 qm
einsparen müssen und wohl doch zuviel „Zeug“
beim Umzug mitgenommen
Eine große Tag - lass uns zusammen -
lass uns bereit sein
Da die schicke Wohnung, knapp die
Wohnung
Kardiologe
- da die Koffein Ich
habe seit Margots Tod sehr viel Kaffee getrunken
 
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