Träume

Träume, in denen ich verfolgt werden oder ich mich verfolgt fühlte

Fee (Disney)

1988   

Ich befand mich in einem Mietshaus in einer Wohnung oder im Treppenhaus vor einer Wohnung zusammen mit einem jungen blonden Mann. Von ihm wusste ich, dass er gerade jemanden mit einem langen schmalen Messer umgebracht hatte - einen Freund. Deshalb hatte ich natürlich Angst vor ihm, versuchte aber, mir nichts anmerken zu lassen. Hatte ich vielleicht auch etwas getan, was er als Verrat oder so etwas hätte auslegen können? Die Wohnungstür befand sich gleich links vom Treppenabsatz und schien offen zu sein. Ein weiterer junger Mann kam die Treppe herauf, auch ein Freund, wie ich wiederum wusste. Er hatte noch drei bis vier Stufen bis zum Absatz als ich entsetzt bemerkte, dass der Blonde wieder das lange dünne Messer in der Hand hielt und auf den Besucher zusprang. Dieser erfasste die Situation sofort und schrie in höchster Todesangst - ich hörte auch die Worte: „Nein, nicht!“ Das grausige Schreien noch im Ohr, befand ich mich plötzlich in einem Zimmer der Wohnung, das wohl am Kopfende des Eingangsflures oder der Diele lag. Ich wusste, jetzt zu fliehen hatte keinen Sinn, er würde es bemerken und mich ebenfalls umbringen; so tat ich möglichst kühl und gelassen, als würde ich die Morde ebenfalls für notwendig halten. Der Mörder kam nun ins Zimmer und beschäftigte sich mit irgendetwas, das er vor sich in den Händen hielt - das Messer war es wohl nicht. Er war völlig ruhig - eiskalt, wie es mir schien. Seltsamer Weise schien er mich nicht zu sehen oder zu bemerken, mit keinem Wort oder keiner Geste gab er zu erkennen, dass er meine Anwesenheit bemerkte, obwohl ich ihm direkt geradeaus gegenüberstand. Ich beschloss abzuwarten. Er musste nun ja die Leichen irgendwie wegschaffen und die Zeit wollte ich dann zum Fliehen nutzen. Nun befand ich mich auch schon auf der Straße. Ich rannte was ich konnte, um mehrere Ecken, damit er, falls er mir bereits folgte, meine Spur verlor. Dass ich nicht nach Hause konnte, war mir klar, er würde mich sicher dort in der Nähe erwarten. Ich wusste überhaupt nicht, was ich jetzt tun sollte, außer erst einmal möglichst weit weg zu sein. An einer Bushaltestelle hielt gerade ein Bus (Linie 4, wie ich glaubte) und ich sprang hinein, achtete aber darauf, dass der Mörder nicht etwa ebenfalls noch kam und hereinsprang.

Ob oben im Bus oder woanders (es schien aber unter freiem Himmel zu sein), saß ich dann mit dem Rücken gegen eine Wand oder ein Geländer gelehnt. Links neben mir saß eine ältere Frau und vor mir - auf Bänken, die in „Fahrtrichtung“ standen, eine Frau mittleren Alters. Diese schien mich zu kennen und sprach mich auch auf den „netten“ blonden Mann an. Empört rief ich, dass dieser gar nicht so nett sei und gerade zwei Menschen grausam umgebracht habe; ich selber wäre im Augenblick vor ihm auf der Flucht und könne mich deshalb auch nicht nach Hause getrauen (Bei dem Zuhause hatte ich die Eingangstür meiner letzten Adresse in Berlin-Wilmersdorf in meiner inneren Vorstellung). Ich hoffte, dass die Polizei ihn möglichst bald verhaften würde. Wie ich bemerkte, sahen beide Frauen mich etwas zweifelnd an.

(Der „Mörder“ war sehr schlank und schmal, hatte kurz geschnittene und etwas störrisch abstehende blonde Haare, Schnurrbart, hellblaues Sweatshirt, darunter ein Hemd, dessen Kragen oben herausschaute - die Farbe weiß ich nicht mehr. Er machte absolut nicht den Eindruck eines „Gewalt“menschen, eher den eines Technikers oder eines Büroangestellten)

 

1996

Der Traum hatte mehrere Teile, die vielleicht auch in anderer Reihenfolge abliefen als ich mich erinnere:

Ich stand an einem See. Diverse mit Planen abgedeckte Boote befanden sich im Wasser oder halb auf das Ufer gezogen. Plötzlich ertönten Maschinengewehrsalven. Ich vermutete, dass man auf Leute schoss, die vielleicht unter den Planen versteckt sind. Dann entdeckte ich entsetzt, dass auch ich beschossen wurde. Mit einem Sprung war ich im Wasser, tauchte etwas unter und schwamm so schnell wie möglich weg. Dabei malte ich mir aus, getroffen zu werden und meine Leiche würde dann auf den Grund dieses trüben, grünlichen, kleinen Sees hinabsinken. Weitere Salven ertönten und merkwürdiger Weise sah ich die Einschüsse auf dem Wasser von außerhalb des Wassers. Auch hatte ich dabei den Eindruck, als würde im Wasser nun ein Mann um sein Leben schwimmen. Schließlich erreichte ich unverletzt das gegenüber liegende Ufer, das sehr bewachsen aussah und auch moorastig. Irgendwie schaffte ich es aber leicht das zu überwinden und sprang auf den Waldweg am See. Ich rannte nach rechts, wo nach einiger Zeit unter den Bäumen Farne und Moose wuchsen. Ich konnte ein wenig die Pflanzen mit Wurzelwerk wie einen Teppich hochheben und dazwischen kriechen. Eine Sichtlücke zeigte mir, dass Spaziergänger mit einem kleinen Hund auf dem Weg daher kamen. Ich hoffte sehr, dass der Hund  kein "Theater" macht, falls er mich hier  bemerken würde. 

Dann befand ich mich in einer Wohnung von der ich wusste, dass sie einem Bruder gehört, der gerade eine "sehr resolute Person (Frau)" zu Besuch haben sollte. Vor einem Spiegel sah ich einen Mann mit nacktem Oberkörper, mittleres Alter, vielleicht rasierte er sich gerade. Im Flur begegnete ich einer großen, schlanken Frau mit kurzen, grau gewellten Haaren - die resolute Person? Ich grüßte und drückte mich schnell an ihr vorbei. Es schien sich um ein Apartment in einem Hochhaus o. ä. zu handeln. Dies war die Wohnung Nr. 855 und jemand  führte mich in die Wohnung Nr. 854, die "ihm"(?) ebenfalls gehörte, wenn er auch nur die Möbel dort aufbewahrte, die zur Zeit nicht benutzt werden. Die Wohnung war mit alten, aber sicher auch wertvollen Möbeln eingerichtet und ein bräunlicher Perserteppich in der Mitte. Irgendwie kamen sie mir im Traum bekannt vor. Die Person (?), die mich führte, ging zu einer kleinen, ca. 40 cm hohen Statue, kippte sie in der Mitte auseinander und hantierte in ihr herum. Rechts von mir leuchtete nun in der Wand ein Bildschirm (ca. 90 x 70 cm) auf und zeigte einige Szenen in Farbe, an die ich mich leider jetzt nicht mehr erinnern kann; gleich danach ging er wieder aus. 

Nun lag Schnee, es war Abend oder Nacht und ich befand mich hinter einem Haus, dieses Mal mehr ein 1-Familien-Haus, glaube ich. Ich beobachtete rechts das Treiben vor den etwas tiefer gelegenen Nachbarhäusern. Mehrere lange Fahrzeuge (oben mit viel Gelb) standen herum. Ein Gerücht lief um, dass nun die Häuser durchsucht würden, 1.600 Mann sind dafür aufgeboten. Ich bekam einen Schreck. Ging es mir jetzt an den Kragen? Wieder sah ich einen Mann eiligst unter einen Holzstoß o. ä. kriechen und sich in den sich dort befindlichen tiefen Schnee eingraben. Ich hoffte, dass nicht auch Suchhunde dabei waren. 

Das Nächste: Ich befand mich auf einer Straße vor den Häusern. Vor mir eine Gruppe Menschen, Verwandte und/oder Freunde, die "bei der Suche" helfen wollten. Lustlos trottete ich hinterher und hoffte, in der Stadt irgendwie zu entkommen. 

Es erschien dann  vor mir eine riesige Luxuslimousine. Ich wusste, dass sie mich abholen sollte. Drinnen vermutete ich auch die große grauhaarige Frau, sah sie aber nicht direkt. Es war dunkler Wagen mit hellen dicken Polstern, mehrere Sitzreihen, Rollce Royce (der Kühlerhaube nach) vermutlich. Ich stieg ungefähr in der Mitte ein und schon ging es in ziemlich rasanter Fahrt los. Ich war etwas ängstlich wegen der Geschwindigkeit. Die Rückenlehnen waren hoch und ich hatte Mühe, ab und zu einen Blick nach vorne zu werfen. Es ging auf einer einspurigen Straße durch einen lichten Wald und andere Landschaft - die Sonne schien. Irgendjemand vorn sagte dem Fahrer wohl etwas wegen dem Tempo. Ich hörte den Fahrer sinngemäß sagen: "Das macht nichts, bei dem Wagen nicht!"

1996

Wir (?) waren Geiseln von zwei Männern. Es schienen jüngere Männer  zu sein und auch keine üblichen Muskelprotze oder so, doch hatte ich sehr große Angst vor ihnen. Ich konnte mich zwar frei bewegen, doch war weit und breit in dieser teils grandiosen, aber auch einsamen Landschaft kein Haus oder keine Ansiedlung, wo man Hilfe hätte erhalten können oder gar ein Telefon finden konnte. Ich ging um das "Haus" herum und sah die beiden damit beschäftigt, ihr Auto zu reparieren. Diese Gelegenheit nutzte ich. Ich schlich mich vorsichtig wieder rückwärts um die Ecke und rannte dann los, bergab, geradeaus, bergauf, wieder bergab - die "Landschaft" nahm kein Ende. In einer Gegend mit halbhohen Bäumen und Gebüsch machte ich dann eine Pause, vielleicht hatte ich auch geschlafen und völlig normal fand ich, dass neben mir ein Wagen stand mit Leuten, die darin lagen. Ein Weg unter mir parkte ebenfalls ein Auto und ich sah Leute darin liegen. Wieder rannte ich weiter, bis es dunkel war. Im Dämmerlicht (es war schon fast dunkel) sah ich vor mir ein Haus (Gasthaus), davor eine Straße mit einem Geländer, das wohl einen kleinen Bach neben dem Weg einfasste. Am Geländer stand ein Günter-Pfitzmann-Typ. Erleichtert rief ich ihm zu, dass er die Polizei vom Haus aus anrufen solle. Erleichtert war ich auch deshalb, weil es offensichtlich ein Ortskundiger war und deshalb der Polizei auch genau beschreiben konnte, wo wir uns befanden bzw. wo sie hinkommen musste. Nach einer Weile sah ich eine große amerikanische Limousine ohne Licht leise vor das Haus rollen. Anscheinend befanden sich die Männer dort im Haus und die Polizei wollte unbemerkt hineingelangen. Kurz darauf sah ich zwei ?Frauen? fast in Panik herauslaufen. War etwas schiefgegangen? Ich wartete nicht ab, sondern rannte meinerseits nun auch wieder los - irgendwohin, nur weg. Es schien sich um einen kleinen Ort zu handeln. Ich versuchte mich immer im Schatten der Häuser und von Büschen o. ä. aufzuhalten, um nicht bemerkt zu werden. In einem Vorgarten schlüpfte ich dann in eine Reihe von Büschen neben einem Hauseingang. Plötzlich kam mir der schreckliche Gedanke, dass auch die Verbrecher die dunkelsten Ecken aufsuchen würden, wenn sie vor der Polizei fliehen. Ich fühlte mich nun auch hier nicht mehr sicher, wusste aber nicht mehr weiter. Ich fühlte mich total hilflos und in diesem Augenblick kam eine Gruppe von Gestalten den Gehweg vor dem Garten entlang. Es schienen, soweit ich sehen konnte, Frauen zu sein. Und der meist weißen Kleidung nach hielt ich sie für "Krankenschwestern" (die Kleidung hatte aber tatsächlich keinerlei Ähnlichkeit mit einer Schwesterntracht). Jede trug einen ca. 1 - 1.5 m langen und ca. 8 - 10 cm dicken Stab in den Händen, bei dem die Spitze (ca. 15 cm lang) rundherum wie bei einer Lampe intensiv leuchtete. Sie schienen mich gesucht zu haben. Erleichtert fragte ich, ob ich herauskommen könne und sie nickten. Ich trat vor und die Gruppe setzte zu einem gedämpften und sehr merkwürdigen Sprechgesang an: 

"Körper, die nicht stimmen, sollen wieder ins liebende Bewusstsein treten!"

Schlagartig erwachte ich erleichtert in meinem Bett und konnte versuchen, mich nach diesem Traum voller Verfolgungsangst wieder etwas "einzukriegen". 

Natürlich hörte nun auch wieder verschiedene Worte und Satzfetzen, wohl im Nachgang zu diesem Traum, sehr diffus und teilweise fast tonlos. Deshalb interpretierte ich Informationen sicher auch falsch und - nach diesem Traum - auch größtenteils negativ. Meine Kommentare dazu waren wohl auch nicht die besten - ich weiß allerdings nicht mehr, um was es in den einzelnen Fällen ging. 

Später "normalisierte" sich das alles wieder etwas. 

(Rein körperlich hatte ich fast den ganzen folgenden Tag über das Gefühl, tatsächlich die Nacht über in Panik gerannt zu sein.) 

 

 

 

 

 

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