Träume

Träume, in denen der Begriff oder eine Person als Papst wahrgenommen wird

Fee (Disney)

1979

Ich befand mich mit einem mir unsichtbaren Begleiter (im Traum wusste ich wer es war) in einem Gebäude, das sich auf der Spitze eines mittelgroßen Berges befand, ringsherum war ein Abhang, zumindest soweit man es vom Fenster aus sehen konnte. Die Räume des Hauses waren groß und hell, wie in einer Villa älteren Stils. Rechts an einer großen Fensterfront stand schräg ein Schreibtisch und hinter ihm saß ein älterer Mann, der gerade an seine Verwandten schrieb. Obwohl er normale Straßenkleidung trug, wusste ich, dass es ein neu gewählter Papst war. Ich stand mit meinem Begleiter schräg rechts vor dem Schreibtisch und konnte die Schriftzüge auf dem Papierbogen (DIN A4 quer) genau erkennen. Es war eine runde, ausladende Schrift mit schwarzem Kugelschreiber geschrieben. Während des Schreibens sprach der Mann den Text halblaut vor sich in. Leider habe ich davon nur noch Bruchstücke in Erinnerung. Er sagte etwa: „Dies wird der letzte Brief in ......?...... Schrift sein“. Ich verstand den Ausdruck für die Schrift genau, habe ihn mir auch gemerkt und wusste ihn auch noch kurz nach dem Aufwachen, aber dann war er leider weg – es handelte sich auch um keine mir bekannte Schriftart. Allgemein hatte ich den Eindruck, dass er seinen Angehörigen mitteilte, in Zukunft würde er in anderer Art und Weise mit ihnen verkehren als bisher.

Etwas später befanden sich mein Begleiter und ich im Nebenraum (?) und hörten drüben – getrennt durch eine große Schiebetür – den „Papst“ hell auflachen. Sofort befanden wir uns wieder in seinem Zimmer und sahen den Mann am Fenster stehen. Im Nu stand ich ebenfalls am Fenster und sah den steilen Abhang hinunter, der mit ca. 1 m hohen Büschen bewachsen war. Aus diesen Büschen heraus sprang ab und zu unser (toter) kleiner schwarzer Kater Melchior wie ein Floh heraus und verschwand wieder. Im ersten Augenblick hatte ich Angst um Melchior wegen des steilen Abhangs. Dann beruhigte ich mich wieder, denn ich sagte mir, dass es nur von hier oben so steil aussehen würde, in Wirklichkeit aber – unter den Büschen – würde der Boden sicher etwas weniger steil sein.

 

1981   

In diesem Traum vermischten sich wieder Informationen von außerhalb oder Erinnerungen an ein Vorleben mit meinem normalen Traumbewusstsein, d. h. es griff ungefähr dreimal verändernd und mit anderen Vorstellungen versehen, leicht in die ursprüngliche Szene ein. Dies ist hier deutlicher als sonst feststellbar:

1.   Ich war offenbar ein Junge so zwischen 11 und 13 Jahre alt. Ich stand mit noch drei anderen Jungen irgendwo etwas erhöht. Um uns herum andere Menschen und unten im Vordergrund eine große Menschenmenge. Man erwartete den „Papst“. Uns Vieren war bewusst, dass wir vier andere Jungen, die den Papst begleiteten, an diesem Punkt ablösen sollten. – Ein großes Getümmel unten, der Papst kam! Ich sah ihn in der Menge nicht richtig, nur seine Gewänder. An mir vorbei lief der Junge, den ich ablösen sollte – er kam aus der anderen Richtung, also lief eigentlich auf den Papst zu. Ein kleiner, blasser, erschöpft aussehender Junge, dunkle Haare, kurz und fettig oder schweißnass (Brille ?). Um uns Vier kümmerten sich Männer in langen Gewändern und sie erzählten uns auch, dass der Papst sich noch persönlich mit uns beschäftigen würde.

2.   Wir gingen hintereinander durch ein sehr schönes Treppenhaus, vielleicht war es auch eine Halle, und kamen an einem Spiegel vorbei. Ich war neugierig, wie mir wohl die Gewänder stehen würden und reckte mich hoch zum Spiegel. Ich schaffte es allerdings nur, mich bis zum Schulteransatz zu sehen. Hier schaltete sich nun wohl das erste Mal mein normales Traumbewusstsein ein, denn ich stellte verwundert fest, dass ich nicht blond war, sondern kastanienbraun. Sofort war diese Verwunderung aber wieder vorbei und ich fand mich wieder völlig „normal“; etwas sehr ordentlich gekämmt, ein bisschen zu sehr herausgeputzt, fand ich aber. Doch lächelte ich mich freudig und etwas eitel an.

      Anschließend standen wir in einer Reihe nebeneinander und warteten darauf, dass der Papst zu uns kommt. Mein Platz war der erste. Ich hielt es aber für klüger, die Anderen vorzulassen, weil ich nicht die geringste Ahnung hatte, wie ich mich zu benehmen hatte in Gegenwart des Papstes. Und nun schaltete sich zum zweiten Mal mein jetziges Ich ein, denn ich überlegte kurz, ob es auffällt, dass ich ein Mädchen bin und obendrein noch evangelisch. Ich sah an mir herunter, konnte aber keinen Busen entdecken. Aber ich wunderte mich nicht weiter darüber, denn diese Gedanken waren sofort wieder vorbei. Die drei Jungen knieten sich hin, ihre Stirn berührte dabei fast den Fußboden, ich tat es ihnen nach. Der Papst kam und reichte jedem eine Oblate hinunter. Ich passte scharf auf ob mein Vordermann die Oblate sich in den Mund schieben ließ oder mit der Hand entgegennahm. Leider konnte ich es nicht erkennen. Als ich dran war, nahm ich ihm die Oblate einfach mit der Hand ab, weil mir das würdiger erschien. Dabei stellte ich verwundert fest, dass es eine Scheibe Salami war. Ich aß diese mit Genuss auf, ich hatte gerade Hunger, obwohl ich nicht ausgehungert war und Salami war für mich auch nichts Besonderes. Später standen wir herum und warteten. Mir kamen die Hosenbeine des Papstes zu Gesicht, die unter den Gewändern hervorsahen. Es waren schwarze Hosen, scharfe Bügelfalten, dazu schwarze, spitze und glänzende Schuhe. Ich verglich das mit meiner Beinkleidung. Ich hatte (dunkelbraune) Hosen an, natürlich ohne Bügelfalte und braune Halbschuhe. Beides gute Sachen, aber leicht verstaubt. Ich fand, dass ich mich mit meinen Sachen nicht zu schämen brauchte. Der Staub stört mich nicht.

      Beschreibung des Jungen im Spiegelbild:

      Ich hatte kastanienbraunes Haar, mittelkurz, evtl. ganz leicht gewellt. Ein Haarbüschel (rechts im Spiegelbild) stand etwas hoch. Ich hatte eine bräunliche und gesunde Gesichtsfarbe, dazu dunkle und blitzende Augen. Das Alter - nur dem Gesicht nach beurteilt - ca. 11-13 Jahre.

3.   Es war wohl Pause. Wir befanden uns in einem kleinen Saal mit Tischen und Stühlen, nicht besonders komfortabel. Ich stand am Fenster, mit dem Rücken an das Fensterbrett gelehnt und blickte nach innen, anscheinend wartete ich auf etwas. Um mich herum quirlten die Männer, die zum Stab des Papstes gehörten. Sie  hatten jetzt alle lange weißliche Gewänder an mit dunkelbraunen Schultercapes darüber. Ich wusste, dass dies so etwas wie Alltagskleidung dieser Leute war. Direkt vor mir, allein an einem Tisch, saß ein Mann und aß. Er hatte die Kleidung an wie die anderen auch. Ich blickte auf ihn herab, d. h. zu seiner rechten Seite und auf seinen Hinterkopf. Er drehte sich  zu mir um und winkte mich heran. Dann bat er mich zu setzen. Jemand flüsterte mir zu, dies sei der Papst. Zum ersten Mal sah ich ihn aus der Nähe. Dieser Mann sah ganz anders aus als der „Papst“, der sonst in meinem Träumen und Bildern herumgeisterte. Er hatte sehr schüttere Haare, evtl. eine beginnende Glatze, rötlichblond bis rötlichbraun, kurz geschnitten, im Augenblick etwas zerzaust, als hätte er sich gerade eine Kopfbedeckung abgenommen. Das Gesicht war mir ebenfalls fremd, ein Alltagsgesicht, stellte ich fest. Sicher war er auch deshalb für mich eine Enttäuschung, weil ich mir die Person eines Papstes vielleicht imposanter vorgestellt hatte. Ich empfand ihm gegenüber deshalb eher etwas Abneigung als Zuneigung. Er war ca. 60-65 Jahre alt.

4.   Wieder wartete ich irgendwo auf den Papst. Um mich herum das übliche Gewühle, auch stand ich wieder etwas erhöht, denn ich hatte eine gute Übersicht auf die Straße oder den Weg, auf dem gleich der Papst kommen sollte. Ich erwartete einen Autokonvoi als Vorhut. Das muss die dritte Einmischung meines normalen Traumbewusstseins gewesen sein. Tatsächlich kamen dann mehrere über die Straße verteilte Läufer in bunten Kostümen, die Fackeln oder Fähnchen trugen. Das Erstaunen darüber war ebenfalls nur sehr kurz.

 

1981

Ich schien bei einem „Papst“ zu arbeiten. Was, das weiß ich jetzt nicht, auf jeden Fall war ich im Lebensunterhalt von ihm abhängig. Ich befand mich mit ihm in einem möblierten mittelgroßen Raum. Dieser Papst war wohl relativ neu, ich kannte ihn deshalb auch noch nicht gut. Er war dabei, die Requisiten des alten Papstes, meist aus einem weißlich-gelblichen Material, mit abfälligen Bemerkungen in eine Ecke zu schieben und stellte anschließend seine goldenen Geräte in Positur. Mich ärgerte das sehr. Bei dieser Tätigkeit sagte er den lateinischen Namen eines jeden Utensils – leider habe ich diese Namen jetzt wieder vergessen. Ich hielt diesen Mann für äußerst selbstherrlich, arrogant und für grausam. Ich wusste, dass er uns (?) wöchentlich einmal richtig durchprügelte oder durchprügeln ließ. Ich hatte dies wohl auch schon einmal mitgemacht und hatte große Angst vor einem weiteren Mal. Auf meine Frage, warum er das täte, sagte er kalt: „Das muss sein!“ Dies sah ich wiederum nicht ein und ich überlegte, wie ich dem entrinnen konnte. Als der Papst aus dem Raum war, versuchte ich andere, die plötzlich mit mir im Zimmer waren zu überreden, einfach wegzugehen. An die Gesichter kann ich mich nicht mehr erinnern, auch nicht an das Gesicht des Papstes, nur, dass er groß war und ein langes Gewand trug. Ich überlegte mir, dass ich ja dann Geld verdienen musste und was ich bei der Suche nach einer Arbeit sagen solle, weshalb ich vom Papst weggegangen bin. Mir war klar, dass ich die Wahrheit nicht sagen konnte, wenn ich nicht ganz allein gegen einen Papst kämpfen wollte. In mir hatte ich eine ohnmächtige Wut und auch Angst, dass ein solch niederträchtiger Mensch eine derartige Macht besaß und ihm jeder glauben würde. Jedoch zog ich auch diesen scheinbar aussichtslosen Kampf in Betracht, nur um wegzukommen. Schließlich erklärte sich jemand (Margot?) bereit, mit mir zu gehen. Der Papst kam wieder ins Zimmer und aus einer Bemerkung von ihm schloss ich, dass er alles gehört hatte. Das gab den Ausschlag: Ich sagte ihm, dass er wohl mit Abhöranlagen arbeitete und ging mit Margot.

Auf einer flachen Landstraße stand in etwa 10 m Entfernung von uns ein kleiner Bau oder ein Gefährt – wie das Führerhaus eines Lastwagens. In diesem erkannte ich in der Mitte den Papst, links und rechts saß je ein muskulöser Mann (beide wohl farbiger Hautfarbe). Sie kamen mir wie Häscher vor und ich war auf jede hinterhältige Gemeinheit gefasst. Der Papst verhandelte scheinheilig freundlich mit mir. Inzwischen bot mir Margot Schokolade oder Pralinen an. Sie muss wohl auch Fränzi davon gegeben haben, denn plötzlich hatten die drei dort vorne Fränzi beim Wickel und schüttelten sie, bis die Schokolade wieder aus ihrem Maul fiel. Fränzi wehrte sich und als sie dabei hinfiel, war ihr Bein endgültig kaputt. Ich nahm sie auf die Arm und wunderte mich bereits im Traum, dass ich sie so ohne weiteres tragen konnte, aber es würde besser gehen, wenn sie sich nicht so winden  würde. Dies alles machte mich stutzig und ich vermutete plötzlich, dass der Papst schon vorher Zugang zu dieser Schachtel Pralinen gehabt hatte und misstraute der Schokolade nun sehr. Eine Hälfte des Stückes hatte ich noch in der Hand und warf sie  vorsichtig hinter mich. Die andere Hälfte, noch halbzerkaut im Mund, spuckte ich, wie hoffte unbemerkt, wieder aus.

Margot, der Papst und ich befanden uns nun in einer Garage, zwischen uns  ein Auto, unser Passat? Wir verhandelten weiter, aber ich blieb fest. Ich sagte, dass ich lieber auf das Auto verzichten würde, als das alles bei ihm mitzumachen. Plötzlich sprang der Papst ins Auto und fuhr weg. Es muss  noch ein anderes Auto dagewesen sein, denn das vor uns stand noch immer da. Der Papst hatte allerdings vorher irgendetwas damit getan, so dass, als er wegfuhr, unser ganzer Auspuff der Länge nach aus dem Wagen gezogen wurde. Wir waren sehr bedrückt. Ich versuchte den Auspuff wieder Stück für Stück in die entsprechenden Halterungen zu bringen. Ich konnte von oben durch das übrige Auto greifen, als wäre es aus Luft. Ich bemerkte dann, dass sich in der Garage noch ein älterer Mann aufhielt, vielleicht eine zurückgelassene Begleitung des Papstes, vielleicht sein Fahrer, vermutete ich. Dieser machte sich nun daran, für mich diese Reparatur fachmännisch zu erledigen. Ich war ihm sehr dankbar dafür, war aber noch immer misstrauisch. Der Mann hatte aber eine Art, dass ich dann doch eine Hinterhältigkeit von ihm ausschloss. Margot stand neben mir und sagte zu ihm: „Gestatten Sie, dass wir uns eine Weile zurückziehen wir brauchen dringend Ruhe!“.

Nach dem Aufwachen hörte ich eine Stimme deutlich sagen:

„Edith, warum bist du nach Hause gegangen?“

 

 

 

 

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