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PSI -
Filmszenen


1980
Frau
Schäfer saß an einem schmalen Tisch, der wohl an einer Wand stand. Ich
befand mich rechts oben von ihr und sah auf sie herab. Plötzlich
schaute sie auf und zu mir hoch. Dabei lachte sie, sah zwischendurch
noch einmal auf das Papier, das sie in der Hand hielt, als wolle sie
darauf deuten. Dann fuhr ihre Hand zu mir hoch und pochte mit dem
Zeigefinger an eine Glasscheibe, die wohl zwischen uns war. Sicher
wollte mir etwas aus dem Papier mitteilen. Auch ihr Lachen erweckte den
Eindruck, als hätte sie auf dem Blatt etwas besonders Schönes
entdeckt.

1980
ca.
10 Sek. oder ein wenig länger
Diese
„Filmfolge“ in deren Szenen ich aktiv und gefühlsmäßig stark
beteiligt war, hängen vielleicht zusammen – muss aber nicht sein.
Vielleicht sind es auch hochkommende Erinnerungen aus einem früheres
Leben?
Ich
stand nachts hinter einer Haustür mit vielen verglasten kleinen
Fensterchen.
Draußen
vor der Tür, auf dem Absatz befanden sich mehrere Leute, die
miteinander sprachen. Dann fuhr ein Auto weg. Ich sah die breite
Hinterfront des Wagens und die Rückleuchten nach rechts die Straße
hinauf in die Dunkelheit verschwinden. Der Platz vor dem Hauseingang war
nun leer. Mich packte aus unerklärlichen Gründen beim Anblick des
wegfahrenden Wagens große Angst. Es schien für mich direkt etwas „Böses“
vom Rücksitz des Autos auszugehen. Auch erschienen mir die Rückleuchten
plötzlich wie böse Augen. Im selben Augenblick erfasste mich ein
gewaltiger Sog, der mich fast nach draußen zog. Mit größter
Kraftanstrengung gelang es mir, die Tür zuzudrücken und den Schlüssel
herumzudrehen -. allerdings hatte ich vorher das Empfinden hinter einer
geschlossenen Tür zu stehen. Nachdem ich den Schlüssel herumgedreht
hatte, hörte der Sog schlagartig auf und stattdessen breitete sich eine
totale Stille aus, kein Laut war zu hören. Rechts neben der Haustür in
der ersten Etage sah ich schräg durch die Scheiben ein kleines
Fensterchen. Es war wahrscheinlich vergittert, denn in dessen Rahmen sah
ich die Beine eines Kindes hinausbaumeln. Eine kleine Kinderhand mit
„Babyspeck“ auf dem Handrücken, lag auf dem linken Knie. Mich
erfasste über die Stille, die auch über dieser Szene lag, eine Art
Panik.
(Das
Kind ca. 2-4 Jahre, vermutlich ein Junge, da die Beine in hellblauen
Schlafanzughosen steckten)
Ich
fühlte mich plötzlich aus der der Haustür gegenüberliegenden
Richtung kommend, um das Treppengeländer rasen und dabei laut schreien:
„Papa, Mama, wo seid ihr denn alle?“ (Dies könnte ein Hinweis
auf Erinnerungen aus einem Vorleben sein, denn meine Schwester und ich
haben meine Eltern immer nur Vati und Mutti genannt, auch hatte der
Hausflur keinerlei Ähnlichkeit mit einem Zuhause meiner Kindheit)
Gleich darauf wurde mir bewusst, dass ich überhaupt nicht wirklich laut
gerufen hatte, sondern dass die Worte so stark in meinem Kopf entstanden
– mir ausgesprochen ins Gehirn „knallten“. Ich raste eine seitlich
gelegene Treppe hinunter ins Untergeschoss. Dabei kam ich an einem Kind
vorbei, das dort in der Mitte der Treppe mehr lag als saß. Ich weiß
nicht, ob es ein Mädchen oder Junge war, schon etwas größer, d. h.
kein Kleinkind. Seltsamer Weise interessierte mich diese Gestalt überhaupt
nicht und ich wunderte mich auch nicht über deren ungewöhnlichen
Aufenthaltsort.
Kurz
darauf stand ich (unten ?) in einem winzigen Raum, wie mir schien, der
Ähnlichkeit hatte mit einem winzigen tapezierten Flur – aber
vielleicht hatte er ja auch eine andere Form. Erleuchtet wurde der Raum
durch eine Lampe im Hintergrund. Entweder stand ich in der Tür noch
immer auf den Treppenstufen oder ich schwebt etwas erhöht in der Luft.
Leicht rechts vor mir stand ein Mädchen und telefonierte. Einerseits
war ich erleichtert, überhaupt jemanden zu sehen, auf der anderen Seite
hatte ich so das Gefühl, ohne es wörtlich gedacht zu haben: „Ach,
nur die!“, wobei mir das Mädchen aber sonst sehr sympathisch war. Ob
das Telefon an der Wand hing oder auf einer Kommode links neben ihr
stand, weiß ich nicht genau. Sie hatte
die Hörer am Ohr, sah mit Tränen in den Augen in meine Richtung –
sie schien mich aber nicht zu sehen – und sprach in die Muschel. Den
Text habe ich leider vergessen. Es ging darum, dass sie ihre/unsere
Mutter suchte. Dabei war sie ausgesprochen höflich wie z. B.: „Ja,
ja, selbstverständlich, sie kann gar nicht mehr bei Ihnen sein,
entschuldigen Sie bitte!“ etc. Ich hatte das Empfinden, etwas
Schreckliches sei passiert, konnte mich aber absolut nicht erinnern,
was. Die Höflichkeit aber, die das Mädchen in dieser Situation (welcher?)
an den Tag legte, weckte in mir teils Bewunderung, aber auch Ungeduld.
Ich meinte, in dieser Lage könnte man auf soviel übertriebene
Artigkeit auch verzichten und um Hilfe bitten, gleich wen. Es kam mir
aber nicht in den Sinn, irgendwie in die Szene einzugreifen.
Danach
war alles zuende und ich war wieder bei vollem, selbstkontrolliertem
Bewusstsein. Wieder
spürte ich diesen enormen Sog . Es war tatsächlich ein Gefühl, als würde
man irgendwohin
fortgerissen. Es beunruhigte mich nun aber nicht mehr sehr, denn
in meinem Bett fühlte ich mich relativ sicher. In mir war nur noch die
Angst vor den
sich entfernenden Rücklichtern des Autos aus der ersten Szene nach.
Dadurch wurde ich mir der
übrigen, späteren Teile erst wieder einige Minuten später
voll bewusst. Beim Nachdenken darüber verlor sich dann auch die Angst,
die der erste Teil ausgelöst
hatte. Das Mädchen,
das telefonierte, war ca. 9-10 (?) Jahre alt, hatte dunkle, ins rötlich
gehende Haare, die etwa bis zur Mitte des Halses reichten. Sie waren
etwas zerwühlt und wirkten einschließlich eines kleinen Ponyansatzes
in der Hochstirn, ein wenig zerfranst. Das Gesicht war blassrosa mit
kleinen hellen Sommersprossen. Das Kind trug ein weißliches Nachthemd,
evtl. mit kleinen rötlichen Blumen oder anderem kleinen Muster.


1980
Ich
stand in unserem Heizungskeller, in der Nähe der Tür und mit Blick zum
kleinen Fensterchen. Ich wollte den Wasserhahn an der linken Wand über
der Spüle aufdrehen und zwar wieder durch Gedankenkraft. Plötzlich spürte
ich eine solch gewaltige Energie und Kraft, dass ich befürchtete, der
ganze Wasserhahn könnte aus der Wand fliegen und das Wasser herausschießen,
wenn ich nicht an mich hielte.

1981
Ich
fühlte mich – wie manchmal auch in Wirklichkeit – im Toom-Markt den
schweren Einkaufswagen schieben. Plötzlich schob sich an meiner rechten
Schulter vorbei ein Mann mit Hut und grauem Anzug. Er lächelte, soweit
ich es im Schatten seiner Hutkrempe sehen konnte, und nahm mir den Wagen
ab. Zuerst wollte ich unwirsch reagieren, dann aber erkannte ich ihn und
ließ ihn gewähren. Es war wieder dieser Mann mit grauem Anzug, bei
dessen Auftauchen sich in meinem Gehirn immer wieder der Begriff
„Papst“ festsetzt, obwohl er stets einen grauen Straßenanzug trägt.
Bei einer Frage über das Tonband, wer dieser Papst sei, kam die
Antwort: „Ist Raudive!“ Ob es stimmt, kann ich nicht genau
beurteilen, ich kenne ihn nur von wenigen Bildern und die zeigten meist
einen wesentlich jüngeren Raudive. Der „Papst“ steht für zwei
typengleiche Männer, der eine graues schütteres Haar und graue
Augenbrauen, der andere grau mit dunkel gemischt. Es kann sich aber
durchaus nur um einen Mann handeln, der sich mal etwas jünger und mal
etwas älter darstellt. Das Alter so zwischen 55 und 70 Jahre.

1981
Dauer ein paar Sekunden. Erstaunlich ist diese Szene deshalb, weil sie wieder aus dem Wachzustand heraus
geschah, wie ein Film mit eigener Beteiligung ablief und dann war ich
wieder voll im normalen Alltag zu Hause:
Ich
befand mich plötzlich in einer Gegend von der ich glaubte zu wissen,
dass hier nur schwarze Menschen leben. Ich stand auf dem linken Gehweg
einer trostlosen Straße, ungefähr an der rechten Wegkante. Links von
mir befand sich eine schäbige hohe dunkle Steinmauer, die ein paar
Schritte vor mir
zu einem breiteren Durchgang eingefallen war. Ich beeilte mich,
zu dieser Lücke zu kommen, weil ich neugierig war, was dahinter ist.
Kurz davor traten aus der Öffnung zwei Frauen hervor. Die Linke (Ich
glaube jedenfalls, dass es auch eine Frau war) habe ich leider nicht
beachtet. Die andere, rechts, ging ganz dicht an mir vorbei. Sie trug
eine Last auf dem Kopf. Bekleidet war sie mit einem alten, abgestoßenen
und zerfransten, blauen Kleid aus Jeansstoff oder einem Stoff, aus dem
die alten Monteurkittel bestanden; das Kleid
hatte
einen engen Rock und in der Mitte einen Gürtel aus gleichem
Stoff. Das Gesicht der Frau habe ich leider auch nicht beachtet. Beide
gingen, ohne mich zu beachten, an mir vorbei.
Danach
war es ringsherum wieder völlig menschenleer. Ich gelangte zu der Maueröffnung
und erblickte dahinter einen Hof , der wie ein Schuttplatz aussah, im
Hintergrund einige halbzerfallene Ziegelhütten, daneben oder dahinter
ein wenigstens dreistöckiges verkommenes altes Mietshaus . Ich wunderte
mich, dass es hier (wo?)
richtige europäische alte Mietshäuser gab, wenn auch wesentlich
mehr verkommen als bei
uns in der übelsten Gegend. Vor mir am Kopfende der Strasse
stand ebenfalls ein großes dunkles Mietshaus. Hier konnte ich die Schäden
genau betrachten. Die Fenster waren ohne Gardinen, zwischendurch
vielleicht mal ein Fensterkreuz weiß gestrichen. Der Putz war fast gänzlich
ab und in der Mitte befand sich von oben
nach unten ein großer Riss
mit mehreren kleinen Spalten. Das Mauerwerk links und rechts
neben dem Spalt war zum Spalt hin eingefallen. Das Ganze sah aus, als würde
das Haus jeden Augenblick zusammenfallen. Ich bedauerte die Menschen,
die darin noch wohnen mussten. Vor allem überlegte ich, wie sicher wohl
innen die Treppen noch sein mögen und überhaupt das ganze Wohnen in
einem solchen Haus. Mich immer noch wundernd, blickte ich noch einmal
die Fronten der Häuser ab. Dann wanderte mein Blick weiter zu der mir
gegenüberliegenden Straßenseite. Hier
war die ganze Straßenfront mit einem Drahtzaun versehen, der völlig
neu und intakt war. Dahinter, soweit ich sehen konnte, eine kahle (grünliche)
Fläche. Ich beschloss hinüber zu gehen und mir einen Weg in diese
Weite zu suchen, denn die Halbruinen um mich herum behagten mir doch
nicht ganz. Ich fand auch eine Öffnung
bzw. einen ebenfalls
eingezäunten Gang einige Meter (vielleicht 50 oder auch 100 m)
in die Fläche hineinragend. Trotz intensiven Bemühens konnte ich nicht
sehen, ob am Ende dieses Drahtganges eine Öffnung in die Weite war oder
nicht. Ich wollte aber auf jeden Fall hingehen und nachsehen.

1981
Vor
mir stand, als einziger Gegenstand in einem dunklen Umfeld ganz klar und
hell sichtbar, ein grünes Telefon, das laut klingelte. Da niemand
weiter anwesend war, hob ich den Hörer ab. Eine
Stimme sagte nur die Worte: „Bis 12 Uhr“. Verwundert legte
ich den Hörer wieder hin. Nun ertönten um mich herum lauter Stimmen,
zum Teil leise hallend: „Bis 12 Uhr!“

1981
Ein
seltsames Gefühl überkam mich plötzlich. Im ganzen Körper spürte
ich ein leises Singen bzw. sachtes Kribbeln und ich hatte das Empfinden,
mehr als wirklich zu sein. Auch war mir plötzlich bewusst, dass
ich mich in meiner jüngeren Vergangenheit befand und ich kannte meine
Zukunft, also mein jetziges Erleben, soweit wie ich es jetzt weiß. Irgendwo
draußen sah ich eine Bekannte von uns kommen, die wohl jemanden durch
Gesten oder Worte winkte, der sich etwas entfernt von ihr befand. Ich
war sicher, dass dies zu einer Zeit geschah, als ich Barbara noch
„siezte“. Ich wurde sehr neugierig ob es klappen würde, sie aus
meiner Zeit jetzt anzusprechen und ob sie mich wahrnehmen und hören
konnte. Es gelang! Ich weiß nicht, was wir uns unterhielten, auf jeden
Fall muss ich ihr wohl erklärt haben, warum ich sie „duzte“, denn
sie schien jetzt zu wissen, was los war. Ich fragte sie sinngemäß:
„Wer von uns beiden ist eigentlich wirklich jetzt, wessen Zeit ist die
Richtige?“ Barbara legte lachend beide Arme um meinen Hals und sagte:
„Ist ja egal!“
Diese
Szene werte ich persönlich als ein Beispiel für eine mögliche
Begegnung von zwei Menschen aus verschiedenen Zeiten, zumal gestern
Abend bei den Tonbandstimmen von „Besuch“ und einer „Gegenzeit“
die Rede war.
Gleich
darauf hörte dieser Trance ähnliche Zustand auf. Die Kirchturmuhr
schlug gerade 3 Uhr und ich sah auch noch auf meine Uhr.

1982
Ich
sah und hörte einen Zimmerschlüssel mit einem kleinen weißen Bändchen
auf einen hölzernen (Parkett?) Fußboden fallen, direkt neben die
Innenseite des linken Fußes eines Menschen mit langen Hosen. Fast
meinte ich, neben meinem linken Fußballen vorn das Fallen des Schlüssels
selbst zu spüren. Jemand griff nach dem Schlüssel, ohne dass ich
diesen Menschen direkt sah. Ich glaubte also, dass es mein Bein gewesen
ist und dass ich es war, die nach dem Schlüssel griff, doch bei dieser
Überlegung hörte ich eine Stimme, die sinngemäß sagte: „Das
war das Bein eines Mannes“. Dann
stimmt wohl auch mein Empfinden nicht dass sich das ganze hier in
unserem Zimmer vor der Balkontor abgespielt hat – oder doch?
Wenige
Minuten nach dem Zimmerschlüssel sah ich ein kleines Schlüsselbund auf
die Erde fallen. Hier hatte ich das Gefühl, das Bund fällt in unserer
Küche neben den Herd. Am Schlüsselbund befand sich, wie bei unserem
Autoschlüssel, auch irgendetwas aus Leder. Schemenhaft sah ich einen
Kopf mit evtl. rechter Schulter und ein Arm griff zum Schlüssel.

1983
Ich
fühlte mich plötzlich mit einem Fallschirm aus einem Flugzeug o.ä.
springen. Unter mir bemerkte ich Wasser und Gott sei dank auch ein
kleines rundes Schlauchboot mit einem kleinen Segel. Es war leer und ich
versuchte nun darauf zuzuhalten. Schließlich rutschte ich über den
dicken Gummirand nach innen. In der linken Hand trug ich irgendwelche
Papiere, die ich auf keinen Fall loslassen wollte. Also versuchte ich
mit der rechten Hand die
Leine des Segels zu
ergreifen. Anschließend steuerte ich mit gutem Wind auf das Ufer
zu.

1984
Vor
mir standen in Brusthöhe einige Säckchen oder hochstehende Päckchen.
Ganz intensiv spürte und hörte
ich mich an den Päckchen entlang zählen, wobei meine Hand immer mit den jeweiligen Päckchen mitging. Ich spürte deutlich ein
leises vibrieren des Zählens im Mund sowie meine Hand, die an der Reihe
entlang fuhr, obwohl ich physisch nicht das geringste bewegte. Beim Zählen
kam ich bis 10.

1996
Vor
mir lag eine riesige Menge Post, ca. 1 qm Fläche, wie tief die Briefe
und Postkarten geschichtet waren bzw. ob sie in einem Korb o. ä. oder
auf einer flachen Fläche lagen, konnte ich nicht sehen. Eine Hand
(meine?) mit einem Stift zwischen den Fingern suchte auf der Oberfläche
etwas unentschlossen darin herum, sie verschob mal Dieses und dann etwas
Anderes. Die Postkarten und Briefe waren, wie ich bemerkte, größtenteils
handschriftlich geschrieben.

1996
Einen
kurzen Moment fühlte ich mich auf einem Dreirad sitzend, ich wendete
meinen Kopf etwas nach links und sah - wie mir schien - mir selber ins
Gesicht. Sofort schrak ich aber wieder zurück, denn unter einem
schwarzbunten Cape mit Kapuze sah ein Kinder-Totenschädel hervor, der
Mund weit aufgerissen, die Haut darüber weiß und mumifiziert. Ich
merkte noch, wie ich etwa in die linke Ecke einer Terrasse
ausrollte.
Ganz
vage hörte ich eine Stimme sinngemäß sagen: "Hier
ist Ende, weiterzufahren hat keinen Sinn!"

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