PSI

PSI - Erlebnisse, die einer von uns allein oder  uns gemeinsam passierten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1979

In der Adventszeit hatten wir in unserem Eckzimmer zwei Bienenwachskerzen zu stehen, die wir abends beim Einspielen und Abhören angezündet hatten. Wohl, weil wir wegen der Katzen selten im Haus Kerzen brennen haben, vergaßen wir spätabends diese zu löschen. Erst am nächsten Abend nach dem Dienst (also fast 24 Stunden später) betraten wir das Zimmer wieder. Entsetzt sahen wir die brennenden Kerzen. Dieser Schreck schlug sofort in Staunen um, denn die Kerzen waren kaum heruntergebrannt. Die ca. 2 cm die fehlten, waren ja fast schon am Abend vorher abgebrannt – da hatten wir bestimmt „Aufpasser“.

 

1980

Margot und ich waren im Eckzimmer. Wir hörten gerade eine Tonbandeinspielung ab, als wir trotz angedrehtem Lautsprecher Fränzi hinter der Tür miepsen hörten. Margot stand auf um sie herein zu lassen, musste aber feststellen, dass Fränzi nicht bei uns, sondern eine Tür weiter, hinter der ebenfalls geschlossenen Wohnzimmertür saß. Wie Fränzis Geräusche trotz zwei geschlossener Türen, einer großen Diele, unserem laut angestellten Lautsprecher und dem im Wohnzimmer bei Martha ebenfalls laut laufenden Fernseher ungefiltert und in natürlicher Lautstärke zu hören war, ist uns bis jetzt sehr rätselhaft geblieben.

 

1980

Ich wachte nachts auf und sah rechts auf meinem Bettrand eine Gestalt sitzen, mit dem Rücken zu mir. Ich glaube, sie trug eine hell-dunkel karierte Jacke oder sonst ein dunkles großes Muster in dem hellen Stoff, ich kann es nicht mehr genau sagen. Bevor ich dazu kam, mich zu wundern oder gar Angst zu empfinden, war ich wieder fest eingeschlafen.

 

1980

Margot und ich wachten unabhängig voneinander und völlig unüblicher Weise frühmorgens um ca. 3:30 Uhr auf. Beide hörten wir plötzlich Lady Blue draußen auf die Zimmerklinke springen, wie sie es immer tut, um sich die Tür zu öffnen. Wir hörten auch wieder das Hochschnellen der Klinke (wir schließen immer ab, damit die Tiere nachts nicht in das Schlafzimmer können. Die Diele draußen war leicht durch den Lichtschein im Gästezimmer erhellt (Martha war da und sie hat nachts oft Licht). Wir hörten den Körper von Lady Blue auch wieder herunterrutschen, ich sah ihn aber nicht in der Türscheibe wie sonst. Auch kein unwilliges Knurren war zu hören, was sie sonst bei enttäuschenden Versuchen von sich gibt. Zu diesem Zeitpunkt machten wir uns aber darüber keine Gedanken. In einer Anwandlung von Großmut bat ich Margot, Lady Blue doch hereinzulassen. Margot stand auch sofort auf und ging in die Diele, wo sie keine Lady Blue vorfand. Sie wunderte sich darüber sehr, weil es der Siamkatze gar nicht ähnlich sah, sofort nach einem missglückten Versuch an einer Klinke wieder davon zu rasen. Oben im Bad traf sie dann auf Lady Blue. Sie lag zusammengekuschelt mit Sylvester auf einem Pullover auf dem Badewannenabsatz und beide blinzelten Margot verschlafen an als sie hereinkam. Anschließend kamen sie natürlich alle ins Schlafzimmer, auch Fränzi nutzte die Gelegenheit, ihren Platz in der Diele vor der Schlafzimmertür mit dem vor einem Bett zu vertauschen. Sie hat schon oft von den Künsten Lady Blue’s profitiert.

 

1980

Margot und ich hörten abends die Einspielung ab. Zwischendurch wollte ich mir im Bad mal die Hände waschen. Margot blieb mit dem Kopfhörer auf dem Kopf im Zimmer zurück. Beim Händewaschen ertappte ich mich dabei, dass ich in m se kannte ich weder die Melodie des Liedes noch kannte ich die Sprache in der ich sang. Ich war mir aber hundertprozentig sicher, dass ich es selbst war, die sang.

Als ich ins Zimmer zurückkam, erzählt mir Margot, dass sie eben etwas sehr Seltsames erlebt hätte: sie hat mich singen hören - und sie war sicher, dass ich es war – eine wunderschöne, leichte und beschwingte Melodie, ein fremdes Lied (die Beschreibung passte genau auf meinen Eindruck im Bad). Das Gerät, an dem die Kopfhörer von Margot angeschlossen waren, war ausgeschaltet; auch enthielt das Tonband keinerlei Musik. Stattdessen hörten wir, als wir gleich darauf wieder einschalteten, eine Stimme: „I warte, Akki muss singen!“ (Akku-Akkumulator, so nannten mich die Jenseitigen eine kurze Zeit lang und meinten damit sicher die „Energie“ die manchmal durch mich durchfloss)

 

1980     

1.   Ich wachte nachts dadurch auf, dass eine Stimme in meinem Kopf deutlich sagte: „Nicht jetzt Tee brühen!“ Gleichzeitig sah ich vor mir eine verlockende Tasse Tee (einen unserer Keramiktöpfe, die wir im Alltag gerne benutzen). Deutlich war die Teeoberfläche zu sehen mit den feinen bläulichen Rauch-/Dampffähnchen.

2.   Margot wachte in dieser Nacht ebenfalls auf - ob vor oder während meines Erlebnisses, lässt sich leider nicht feststellen. Sie hatte plötzlich einen enormen Appetit auf Tee. Sie überlegte, ob sie mich wecken und vorschlagen solle, Tee zu brühen. Sie ließ es dann aber, weil sie nicht wusste, was ich von einem solchen Ansinnen mitten in der Nacht halten würde.

 

1981

Morgens hatte ich im Bett das Gefühl in angenehm warmen Wasser zu liegen, leicht von den Wellen geschaukelt und schwebend transportiert zu werden. Dazu hörte ich das leise Gurgeln und plätschern der Wellen. Das Gefühl hielt verhältnismäßig lange an, so dass ich alles ganz bewusst wahrnehmen konnte.

 

1981

Hier ereigneten sich einige Szenen, die sicher teilweise durch mein Unterbewusstsein verändert wurden oder ich habe die Ereignisse manchmal falsch verstanden:

1.   Ich wachte gegen Morgen auf und spürte, dass neben meiner rechten Schulter etwas war. Mit der linken Hand griff ich hin und fühlte einen fremden Arm, der um meine Schultern gelegt schien. Schnell kontrollierte ich, ob es vielleicht der rechte Arm von mir war – vielleicht eingeschlafen und deshalb gefühllos. Doch mein rechter Arm war spürbar vorhanden. Etwas erschrocken glaubte ich nun, links neben mir müsse jemand liegen. Aber es war niemand da - dieser Jemand war also hinter mir! Ich hob den fremden Arm hoch über meinen Kopf hinweg und versuchte auch mich umzudrehen. Natürlich wollte ich sehen, zu wem dieser Arm gehörte. Aber es gelang mir nicht hinter mich zu blicken. Ernsthaft überlegte ich, ob ich Angst haben müsste oder nicht und diese Überlegung selbst kam mir dann etwas albern vor. Schließlich kuschelte ich mich wieder in diesen Arm, zwar noch etwas bange, aber doch schon ruhiger. Fast ohne Worte entwickelte sich jetzt ein Gespräch, das ich sicher in einigen Ausdrücken sehr missverstand. Neben meinem Bett spürte ich nun die Anwesenheit eines Kindes und ich fragte nach. Ich hörte etwas  wie „Fränzi ist Mann“ oder „Fränzis Mann“. Ich erschrak wieder und sagte wohl auch: „Aber, das sind doch noch  Kinder!“ Daraufhin bekam ich eine Antwort mit dem Begriff „Zeit“. Ich interpretierte diese Informationen in meiner Verwirrung so, dass es sich hier um Fränzis Mann handelte und diese schon als Kinder verheiratet wurden. Ich war ich keines vernünftigen Gedankens fähig.

    

Jetzt am Tage noch einmal überdacht, ist das vielleicht so zu erklären, dass ich nur die simple Information bekommen sollte, es geht um ein männliches Kind, einen Jungen. Da für ihn der Deckname unserer Hündin "Fränzi" benutzt wurde, ging ich von einem Mädchen aus und kam mit meinen vor Schreck noch etwas vernebelten Gedanken auf eine völlig andere Bahn. Dann gingen die Ereignisse weiter:

 

Ich richtete mich im Bett auf und sah zum Fußende meines Bettes hin, wo das Zimmer, jetzt wie es schien, etwas größer, zum Fenster hinführte. Dort meinte ich in einem ganz winzigen Lichtschein schattenhaft ein Mädchen in Rock und mit Söckchen herumhüpfen zu sehen. Ich wurde aber belehrt, dass dies ein Junge sei und ganz intensiv sah ich also noch einmal in die Richtung, tatsächlich, es schien ein Junge in langen Hosen zu sein. In mir kroch wieder die Angst hoch und ich befürchtete, dies sei irgendeine zwergenhafte Gestalt aus dem Jenseits mit einem Erwachsenengesicht und kein Kind, denn in mir war immer noch die Information „Fränzi's Mann“. Und als dann noch einmal bei mir die Information „Kind“ einlief, reagierte ich sofort sehr heftig und ablehnend.

Sicher wollte das unbekannte Wesen mich nur berichtigen, dass es sich wirklich um ein Kind handelt und um nichts anderes.

Diese Szene war, wie ich dann mitbekam, nur die einfache informative und von mir falsch verstandene Vorbereitung auf die folgende Szene:

Vor mir in einem dunklen Umfeld und in ca. 2,5 m Entfernung stand jetzt die helle Erscheinung eines kleinen, schmalen und blassen Jungen, der nur mit einem Badehöschen bekleidet war. Es schien, als warte er darauf weiter angezogen zu werden. Sein Alter mochte ungefähr 4 Jahre sein, höchstens aber 6 Jahre. Er hatte feine Gesichtszüge, das Gesicht leicht flächig, also kein schmales Gesicht. Seine Haarfarbe könnte mittelblond oder heller gewesen sein. Sie waren kurz und fielen mir nicht weiter auf, evtl. waren sie nass. Er sah mit ernstem Gesicht zu mir hin. Vielleicht hat er dann irgendetwas gesehen oder bemerkt, denn er nahm nun langsam und ohne den Blick abzuwenden, ein hellgraues Kleidungsstück und bedeckte damit seinen nackten Bauch bis ans Kinn. Er schien, als schäme er sich so bloß dazustehen. Das Merkwürdigste an der ganzen Szene aber war, dass ich den Jungen sah und zugleich eine Welle der Vertrautheit mit diesem Kind über mich kam, so, als wäre ich einmal tagtäglich mit ihm zusammen gewesen. Dieses Gefühl der Vertrautheit war sehr intensiv, ohne dass ich weiß, wieso und warum.

 

 

 

Aus heutiger Sicht könnte ich mir diese eben beschriebene Vertrautheit mit der Gleichzeitigkeit der Zeit erklären, denn seit rund 20 Jahren hängt ein Foto des Jungen bei uns an der Wand und der Anblick ist mir daher logischerweise sehr vertraut.  Dieses Erlebnis an diesem Morgen war der Auslöser oder die Ursache für ein anderes Ereignis, das einige Monate später folgen sollte. Auf der Seite Kleine Geschichten unter "Niels" kann es nachgelesen werden.

Als letztes erlebte ich folgende Filmszene, d. h. ich sah, hörte und agierte nun nicht mehr wirklich (abgesehen von der kribbelnden Energie), sondern mit meinen inneren Sinnen und das ganz klar und intensiv:

Ein seltsames Gefühl überkam mich plötzlich. Im ganzen Körper spürte ich ein leises Singen bzw. sachtes Kribbeln und ich hatte das Empfinden, mehr als wirklich zu sein. Auch war mir plötzlich bewusst, dass ich mich in meiner jüngeren Vergangenheit befand und ich kannte meine Zukunft, also mein jetziges Erleben, soweit wie ich es jetzt weiß. Irgendwo draußen sah ich eine gute Bekannte von uns kommen, die wohl jemanden durch Gesten oder Worte winkte, der sich etwas entfernt von ihr befand. Ich war sicher, dass dies zu einer Zeit geschah, als ich Barbara noch „siezte“. Ich wurde sehr neugierig ob es klappen würde, sie aus meiner Zeit jetzt anzusprechen und ob sie mich wahrnehmen und hören konnte. Es gelang! Ich weiß nicht, was wir uns unterhielten, auf jeden Fall muss ich ihr wohl erklärt haben, warum ich sie „duzte“, denn sie schien jetzt zu wissen, was los war. Ich fragte sie sinngemäß: „Wer von uns beiden ist eigentlich wirklich jetzt, wessen Zeit ist die Richtige?“ Barbara legte lachend beide Arme um meinen Hals und sagte: „Ist ja egal!“

Diese Szene werte ich persönlich als ein Beispiel für eine mögliche Begegnung von zwei Menschen aus verschiedenen Zeiten, zumal gestern Abend bei den Tonbandstimmen von „Besuch“ und einer „Gegenzeit“ die Rede war.

Gleich darauf hörte dieser Trance ähnliche Zustand auf. Die Kirchturmuhr schlug gerade 3 Uhr und ich sah auch noch auf meine Uhr.

 

1982

Wir waren mit dem Abhören eines Tonbandes  fertig und wollten nun ins Bett gehen. Während ich noch unten ins Bad ging, war Margot bereits auf dem Weg nach oben, wobei sie mir zurief, dass ich das Telefon mitbringen solle. Etwas später trat ich aus der Badtür und wollte gerade mit einigen Sätzen links um die Ecke zur Treppe springen, als die Tür des dem Bad gegenüber liegenden Arbeitszimmers ziemlich stark klapperte und ich sah auch, dass sich die Klinke nach oben bewegte. Mir fiel das Telefon ein und vermutete, Margot sei noch einmal herunter gekommen, um es selbst zu holen. Vielleicht hatte sie im Zimmer ja auch etwas vergessen und die Tür noch einmal zugedrückt und zugeklinkt. Als ich dann aber hineinging war es leer, das Telefon stand auch noch an seinem Platz!!

Im ganzen Haus war in diesem Augenblick kein Fenster auf, auch war es draußen nicht windig. Und um durch eventuelle Ritzen eine Tür so stark zu bewegen, wäre schon ein ziemlich starker Sturm nötig – aber auch dieser hätte eine Türklinke nicht bewegen können.

1982

Kurz vor dem Aufstehen:

Aus der Dunkelheit kam ein Polizeiauto – wie auf einer Autobahn – auf mich zu, etwa in Stirnhöhe. Ich sah von dem Wagen nur die hellen Scheinwerfer und das rotierende Blaulicht; dazu hörte ich das laute Signalhorn des Einsatzwagens.

 

Uhrzeit: 7:20 Uhr

Wie üblich fuhren wir morgens auf der Bundesstraße in unserer Dienststelle. Es waren ungefähr – 0 bis –2° C, je nach Höhenlage, und die Straßen waren vom Morgenreif feucht bis stellenweise sehr glatt. Auf einer langen geraden Strecke und nach einer Geschwindigkeitsbeschränkung, scherte der vor uns fahrende weiße Mercedes aus, um eine orange-roten Lieferwagen eines Autohauses und ein dahinter fahrendes kleines Auto zu überholen. Wir hatten zwar vorher gemerkt, dass diese Straße teilweise das blanke Eis war, haben dies aber nicht so für voll genommen, weil wir in eine Unterhaltung über den Abend zuvor bei Hildegard Schäfer vertieft waren. GAnz automatisch zog Margot also hinterher, zumal sie sich zwischendurch schon ein wenig über den so langsam fahrenden Lieferwagen geärgert hatte, ohne über die Glätte auf der Straße nachgedacht zu haben. Der Mercedes, ein älterer Mann am Steuer, befand sich auf der Höhe des Lieferwagens und wir 5 bis 7 Meter dahinter, als er wegrutschte, ein paar Mal schlingerte, sich drehte, wobei er sich nun auf uns zu schob, so dass wir nun unsererseits mehr bremsen mussten, als es bei dem Eis gut tat und wir ebenfalls schlingerten, uns querstellten, weiterrutschten und nun wir unsererseits auf den Mercedes zukamen, der inzwischen schon wieder ein paar Meter Abstand von uns hatte. Der Mercedes glitt plötzlich an den Rand der Straße und darüber hinaus, fuhr die wenigstens 2 Meter hohe Böschung hinunter, überschlug sich unten einige Male und blieb dann seitlich auf der Fahrerseite auf der Wiese liegen. Jetzt näherten wir uns ebenfalls diesem Rand gefährlich. Mein Gedanke war nur: „Weg – weg!“ In diesem Augenblick geschah etwas, was uns heute noch wie ein Wunder vorkommt: Das Auto kam plötzlich, ohne das Margot groß etwas dazu tun musste, trotz der Glätte wieder in Fahrtrichtung in die Fahrbahnmitte und die Räder griffen auf der Straße, so dass Margot nun ruhig an den rechten Rand fahren und halten konnte. Inzwischen hielt auch der Lieferwagen und ca. 5 Männer sprangen heraus, liefen die Böschung hinunter zu dem Mercedes, aus dem sofort das ganze Benzin auslief. Ein weiterer kleiner Wagen hielt mit 3 Männern, die ebenfalls die Böschung hinunter liefen und gleich wieder zurück kamen, um Hilfe zu holen. Wir blieben noch eine Weile stehen, um zu sehen, ob wir gebraucht werden und auch, um uns von dem Schreck etwas zu erholen. Dann fuhren wir langsam weiter.

Während wir am Straßenrand standen, fiel Margot und mir ein, dass das ganze Geschehen für uns wie im Zeitlupentempo abgelaufen war, obwohl es sicher nur ganze wenige Sekunden gedauert hat. Alles ereignete sich für uns ganz langsam und fast geräuschlos: Langsam drehten wir uns und langsam überschlug sich der Wagen vor uns und langsam sahen wir den Hut vom Fahrer von seinem Kopf fliegen.

Wir sind sicher, dass uns in dieser gefährlichen Situation geholfen wurde und sagten dies auch bei der Tonbandeinspielung abends, bei der wir uns auch für diese Hilfe bedankten. Und tatsächlich hörten wir folgende Worte: „Jetzt drehen, Rettung!“ und „Ob hier schon Schutzgeist!“ (Ob / Obmann, das soll nach früheren Einspielungen Konstantin Raudive sein)

Schon morgens im Bett, gleich nach dem Aufwachen, hörte ich die Worte: „So uunüberlegt!“ Natürlich wusste ich damit nichts anzufangen und dachte auch nicht weiter darüber nach, weil es ja viel vorkommt, dass ich mit dem Gehörten nichts anzufangen weiß. Am selben Morgen sah ich noch in Stirnhöhe aus dem Dunkel ein Polizeiauto mit Scheinwerfern, Blaulicht und lauter Sirene auf mich zukommen. Jetzt, nach dem zuvor beschriebenen Ereignis bekommen beide Dinge einen Sinn: Einmal vielleicht die Mitteilung, dass wir an diesem Tage etwas sehr Unüberlegtes tun würden und zu anderen die Mitteilung, das wir in Gefahr kommen werden, aber die Rettung schon unterwegs ist.

 

1996

Ich war wach und lag auf der linken Seite, dem Nachttisch zugewandt und plötzlich hatte ich das Empfinden, als würde jemand vor dem Nachttisch stehen, ich meinte auch einen Schatten zu sehen. Gleichzeitig spürte ich im Rücken (in voller Länge)  einen Druck, als würde jemand bei mir im Bett liegen. Zuerst dachte ich an Katzen, aber die hätten mindestens die Größe von Fränzi haben müssen (an einen Hund dachte ich aber nicht). Ich überlegte, ob ich hinter mich greifen solle um zu erkunden, ob ich einen Widerstand spüren würde. Irgendwie brachte ich aber (geistig) die Energie dafür nicht auf, meinen Arm in Bewegung zu setzen. Angst hatte ich eigentlich nicht, im Gegenteil, nach dem ersten Schreck fühlte ich mich sogar mit dem "Wesen" im Rücken geborgen.

 

1996

Ich hörte morgens u.a. die Worte: "Immer, wenn ich auf die Toilette gehe!"

Später stellte sich heraus, dass dies Margot an diesem Morgen wörtlich gedacht hatte. Jedes mal, wenn sie gehen musste, stand Franziska auf und lief mit ihr mit und, wie immer, genau vor die Füße.

 

 

 
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