Spotlights 

aus anderen 

Dimensionen

-Transkommunikation-

Dita Schulz  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

        

 

                      

 

                        Kleine Geschichten

 

 

 

 

Anfang 1980:

In der ersten Zeit unserer „Tonbandstimmen-Laufbahn“ ertönte vom Band einer der vielen Fränzi-Rufe in einer Art, bei der unsere große Sennenhündin sich unter dem niedrigen Couchtisch eilig und laut bellend hervorquälte - so gut es eben ging - sich wie eine Dampfwalze den Weg zum Fenster bahnte und so tat, als würde unten im Garten jemand stehen und rufen. Tatsächlich klang es auch so. Bei jeder Wiederholung sprang sie erneut bellend auf und lief zum Gartenfenster. Auch noch nach Wochen, wenn wir ihr das wieder einmal vorspielten, verhielt sie sich so. Das ging  bis zu einem Punkt, wo das Thema „Achtung, jemand im Garten“, für sie ausgereizt war und sie nicht einmal mehr mit den Ohren zuckte. Leider haben wir es versäumt, diese Stimme später unserer zweiten Berner Sennenhündin Franziska (Fränzi II) vorzuspielen. Es wäre interessant gewesen zu beobachten, ob auch sie in ähnlicher Weise reagiert hätte. Aber sie ist jetzt auch bereits tot und wir können das nicht mehr nachholen.

 

Anfang 1980:

Die Abtreibungsdebatte war allerorts - vor allem im Fernsehen - voll im Gange. Margot wollte es ganz genau wissen. Sie fragte bei einer Einspielung an, ob aus ihrer (der Jenseitigen) Sicht Abtreibung Mord sei. Die Antwort kam prompt: Sind ja trotz ja noch hier. Das befriedigte Margot nun ganz und gar nicht und sie bohrte am nächsten Tag weiter. Im Tonfall halb belustigt und halb ungeduldig, sagte darauf eine Stimme: Wenn du’s nun weißt, was ist dann? - Was ist dann? Es klang so, als wollte man ihr sagen: Für dich kommt das doch wohl nicht mehr in Frage, weshalb fragst du also.

 

Herbst 1980:

Wir hatten uns tagsüber mit Freunden über Margots und meine Camping-Tour 1978 durch den Westen der USA unterhalten und auch von meinem Geburtstag dort erzählt. Abends gaben die Jenseitigen dazu ihren Kommentar ab: Hallo Dita, du hast auf’m Tisch Geburtstag! Richtig, in unserem Van schliefen wir auf einen heruntergesetzten Tisch mit einer Polsterauflage. Meinen Geburtstag während dieser Zeit werden wir so schnell nicht vergessen: Als wir mittags in San Francisco ankamen (hier wollten wir 2-3 Tage bleiben), suchten wir uns einen Campground auf der gegenüber liegenden Seite der Stadt aus. Wir standen beide an der Theke eines kleinen Ladens, der auch gleichzeitig die Anmeldung war, und warteten. Vor uns wurde gerade etwas umständlich jemand bedient. Margot suchte in den Postkarten und mein Blick blieb an dem auf dem Ladentisch stehenden Tageskalender haften. In großen, ca. 10 cm hohen, dick schwarzen Lettern sah ich die Zahl 28 und darunter in klein July. Das Datum kam mir bekannt vor, doch es dauerte noch  eine Weile bis es mir plötzlich dämmerte. Noch leicht verwirrt stieß ich Margot an: „Weißt du was, ich habe heute Geburtstag!“ Mit keinem Gedanken hatten wir in den letzten Wochen daran gedacht. Wir hatten einen ruhigen Nachmittag geplant mit Lesen, Schreiben und Herumgammeln. Daran war nun nicht mehr zu denken. Nachdem wir uns ausgelacht hatten, fuhren wir mit der Fähre nach San Francisco und suchten uns ein schönes Lokal. Besichtungstouren hoben wir uns, wie geplant, für die nächsten Tage auf.

 

Anfang 1981:

Hildegard Schäfer schickte zwei Mütter zu uns, deren Kinder 8 Tage nach der Hochzeit tödlich verunglückten, als sie mit den Hochzeitsfotos auf dem Weg zu Freunden waren. Es war schlimm und wir hofften inbrünstig auf gute und etwas tröstliche Aussagen über die jungen Leute. Etwas bange begannen wir nach dem Einspielen mit dem Abhören. Nach diversen anderen allgemeinen Dingen hörten wir endlich in die dringende Bitte einer der Mütter hinein: Wir am Halse hängen! Was war uns das peinlich, wir hatten wenigstens auf ein „Hallo Mama“ oder ähnliches gehofft - und nun das! Es war auch nicht wegzudiskutieren, denn obendrein war diese Aussage so deutlich, dass es beide Frauen auf Anhieb verstehen konnten. Bis sich die Mutter von Reinhard an den Hals fasste - beide Mütter trugen ein aufklappbares Medaillon mit je einem Foto des Hochzeitspaares. Wir waren erleichtert und auch die beiden Mütter freuten sich sehr. Weiter hörten wir von den Kindern dann noch: Paar Minuten wir Telefon jetzt! Und eine andere Wesenheit bemerkte: Traurig der liebe Besuch! Die beiden Frauen kamen danach noch öfter zu uns und dann begann die Mutter von Reinhard selbst mit Erfolg einzuspielen - bis heute. Sie hat im Laufe der Zeit in dieser Hinsicht viel getan, viele Menschen mit dem Phänomen bekannt gemacht und vielen geholfen. So soll es auch sein. Sie erhielt bei einer ihrer eigenen Sitzungen auch den Satz: Die Dita kann bald mehr als diese Informationen!

 

1981:

Von Anfang an waren unsere jenseitigen Freunde dagegen, dass wir in irgendeiner Form Alkohol zu uns nahmen. War im Dienst mal eine Feier und es wurde Sekt getrunken und wenn es auch nur ein Glas war - bekamen wir das abends sofort vorwurfsvoll kommentiert. Oft hörte ich auch schon direkt während oder nach der Feier ähnliches wie: Wir sind traurig, oder ganz kategorisch: Keinen Sekt!. Privat tranken wir höchstens mal am Wochenende eine Flasche Wein, Margot auch schon mal zusätzlich im Dienst mit Kollegen etwas Hartes, aber auch nicht in Massen. Die Aussagen über Tonband hörten sich allerdings oft an, als würden wir ständig und keineswegs in Maßen, Alkohol konsumieren. Über den Wein abends oder am Wochenende hörten wir z.B.: Bild in Kopf bist du nie da, nichts taugt der Wein, nichts taugt für den Dienst mit dem Kopf - Edith, bitte. Oder etwas mit Humor verpackt: Galle, ein Vati bisschen tobt.

Wir hatten zu Hause einige Vorräte angesammelt, größtenteils von Besuch mitgebracht. Bei Tonbandeinspielungen und wie immer auch direkt, brachten die Jenseitigen uns bei, diese Vorräte wegzuschütten. Wir empfanden das als Verschwendung und wollten alle Flaschen einfach verschenken. Doch damit waren sie nicht einverstanden. Sie bestanden darauf, dass es ausgegossen werden solle. Nach weiteren Wochen waren wir dann endlich soweit, wir ließen alle Flaschen, Likör, Sekt, Cocnac, Rum, zwei große Gordon-Gin, in die Toilette laufen. Die kleine Toilette neben unserem Hobby-Raum und auch der Hobby-Raum selbst, roch noch tagelang wie eine Berliner Eckkneipe.Trotzdem hörten wir danach noch lange vor jeder Feier eine Ermahnung, wie Keinen Sekt oder Keinen Alkohol, obwohl sie inzwischen wissen mussten, dass wir das nicht mehr taten. Selbst Likör-Ostereier oder gefüllte Pralinen waren nicht erlaubt. Inzwischen haben wir sie wohl von unserer Zuverlässigkeit überzeugt und sie sagen nichts mehr, wenn wir mal ein „gefülltes“ Osterei oder ein Stück Konfekt essen. Auch nicht, wenn wir ausnahmsweise Madeira oder ähnliches zum Kochen nehmen - Madeira gibt es ja auch in ganz kleinen Flaschen, so dass keine Reste bleiben.

Dasselbe geschah (fast gleichzeitig) mit dem Fleischessen. Hier fühlten wir uns aber nicht sehr angesprochen. Wir aßen kaum große Braten oder Fleischportionen. Zu den Festtagen machten wir Martha (Margots Mutter) zuliebe schon mal etwas Aufwendigeres. Ansonsten aßen wir meist nur Würstchen in verschiedenen Variationen - das ging auch am schnellsten. Auch hier dauerte es wieder eine ganze Weile bis wir begriffen, dass auch das Wenige nicht gut ist.

Seit nunmehr über 20 Jahren sind wir also Vegetarier und fühlen uns wirklich wesentlich wohler als vorher. Seit 3-4 Jahren haben wir allerdings wieder Fisch in den Speiseplan aufgenommen. Durch chronischen Zeitmangel aßen wir rein vegetarisch doch nicht so ausgewogen, wie es hätte sein müssen. Um Mängel auszugleichen, rieten uns die Freunde drüben zu Fisch.     

              

 

Spätherbst 1981:

Einige Monate nach dem frühmorgendlichen Ereignis, bei dem ich im Schlafzimmer einen kleinen Jungen in Badehose sah, 

Vor mir in einem dunklen Umfeld und in ca. 2,5 m Entfernung stand jetzt die helle Erscheinung eines kleinen, schmalen und blassen Jungen, der nur mit einem Badehöschen bekleidet war. Es schien, als warte er darauf weiter angezogen zu werden. Sein Alter mochte ungefähr 4 Jahre sein, höchstens aber 6 Jahre. Er hatte feine Gesichtszüge, das Gesicht leicht flächig, also kein schmales Gesicht. Seine Haarfarbe könnte mittelblond oder heller gewesen sein. Sie waren kurz und fielen mir nicht weiter auf, evtl. waren sie nass. Er sah mit ernstem Gesicht zu mir hin. Vielleicht hat er dann irgendetwas gesehen oder bemerkt, denn er nahm nun langsam und ohne den Blick abzuwenden, ein hellgraues Kleidungsstück und bedeckte damit seinen nackten Bauch bis ans Kinn. Er schien, als schäme er sich so bloß dazustehen.

 

fand die Frühjahrstagung des VTF statt. Im Laufe der Zeit fiel uns unter den Anwesenden eine ältere und weißhaarige Frau auf, die wir noch bei keiner Tagung vorher gesehen hatten. Margot verspürte aus unerklärlichen Gründen fast einen Drang, diese Frau anzusprechen. Sie unterließ es dann aber doch. Am letzten Tag wollte es der "Zufall", dass wir plötzlich zusammen im Fahrstuhl standen und ein Gespräch in Gang kam. Sie erzählte uns, dass sie hoffte, hier Kontakt zu ihrem Enkelsohn zu bekommen, der einige Jahre zuvor in einer Badeanstalt im 6. Lebensjahr ums Leben kam. Sie selbst hat es zu Hause immer wieder versucht, aber es klappte nicht. Sie erzählte uns den ganzen Hergang die zum Tod des Kindes führten. Allmählich wurde ich bei den Stichworten "Badeanstalt , Badehose, Wasser" hellhörig und ich fragte sie, ob sie ein Foto des Kindes dabei hätte. Natürlich hatte sie ein Foto und mich blickten die Augen des Kindes aus meinem PSI-Erlebnis an, nur lachend. Dann zeigte sie noch Fotos, auf denen Niels jünger war und ernst. Jetzt gab es für mich keine Zweifel mehr und nun erzählten wir unsererseits von meinem Erlebnis. Die Frau war sehr erfreut, etwas von ihrem Enkel zu hören und erklärte gleich auch, dass sich der Junge in der von mir beschriebenen Szene sicher nicht geschämt habe, sondern ihm war kalt, wie so oft zu seinen Lebzeiten, und deshalb zog er ein Kleidungsstück o. ä. hoch - eine Art Erkennungszeichen also. Wir saßen noch lange zusammen und wir versprachen bei der Verabschiedung, Niels bei unseren Einspielungen zu rufen, vielleicht hatten wir Glück. Bei uns klappt es oft nicht, wenn wir Personen rufen, die wir oder andere Anwesende nicht persönlich kannten. Hier aber hofften wir auf dieses Glück, schließlich hatte der Junge ja vorher bereits mit mir Kontakt aufgenommen.

Am nächsten Abend spielten Margot und ich wie immer ein und riefen Niels. Relativ rasch meldete er sich mit Fein der Junge ist da so und später Herein kommen so gerne der Niels. Auf unsere Frage, warum er sich nicht bei seiner Oma meldet, kam die Antwort: Aber er meldet sich gleich. Am nächsten Tag Bitte da Niels und Glücklich der Niels. Es schien so, als habe Niels Vermittler gebraucht und nun war er glücklich, dass es geklappt hatte. Schon oft haben wir die Erfahrung gemacht, Leute, die vor Kummer zu verkrampft dabei sind, haben auch wenig Erfolg. Wir haben durch unsere Unterhaltung wohl irgendetwas gelöst und von da an hatte auch die Oma ihn sehr viel auf ihren Bändern. Natürlich hat er sich auch bei uns noch jahrelang gemeldet. Heute allerdings nur noch ab und zu.

 

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1985:

Margot und ich waren zum gemeinsamen Einspielen bei Bekannten aus der Gruppe Schäfer. Eine Einspielung hatten wir bereits hinter uns und wir unterhielten uns nun über die Ergebnisse und auch über die Stimmen im Allgemeinen. Die Eheleute erzählten uns, dass ihre Mutter bzw. Schwiegermutter ebenfalls gerne einspielt und sich erstaunlicher Weise bei ihr diverse Personen aus dem Hochadel melden würden. Später kam die Mutter dann auch noch dazu und bestätigte dies. Und sie erzählte dann mehr und auch, wer sich alles gemeldet hat - Franz-Joseph von Österreich war dabei ihr Favorit. Wir berichteten ebenfalls von den Prominenten aus Vergangenheit und Gegenwart, die sich im Laufe der Zeit bei uns auf den Bändern manifestiert hatten, aber Monarchen o. ä. sind noch  nicht dabei gewesen. Wir scherzten noch, dass wir diese vielleicht nicht genug zu würdigen wüssten.

Am nächsten Tag spielten wir wieder zu Hause ein und hörten bald eine Bemerkung von Mozart: Franz-Joseph untertänig warten soll, ich Mozart.

 

1987:

"Geht Ringelpietz in der Küche los " Dieses war bei einer Einspielung die Ankündigung eines Ereignisses, das sich einige Zeit danach bewahrheitete: Wir befanden uns in der Küche und der Motor unseres Tiefkühlschrankes begann zu laufen. Im selben Augenblick hörten wir viele laute Stimmen im Flur, so als wäre er voller Menschen (der Flur war natürlich leer). Uns standen die sprichwörtlichen "Haare zu Berge" und unserer Berner Sennenhündin Franziska (Fränzi II) standen die Nackenhaare tatsächlich hoch, sie bellte wie besessen. Wir wollten nach dem anfänglichen Schreck versuchen, etwas von den "Stimmen im Flur" zu verstehen, aber Franziska ließ sich nicht so schnell beruhigen und übertönte mit ihrer kräftigen Stimme alles, auch unsere Rufe, die sie zur Ordnung bringen sollten. Es war ein wirklicher, sehr lauter "Ringelpietz". Als der Tiefkühlschrank dann schließlich wieder ausging, war auch der Spuk im Flur vorbei. In der ersten Zeit danach passten wir sehr auf, wenn der Gefrierschrank zu Laufen begann, aber dieses Phänomen hörten wir leider nicht wieder.

 

 

 

 

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